April / Mai 2009


Jesus spricht:
“Mit Sehnsucht habe ich mich danach gesehnt,
dieses Passahmahl mit euch zu essen,
ehe ich leide.”


Lukas 22, Vers 15


Liebe Gemeinde,
am 10. April begehen wir Karfreitag, das Leiden und Sterben Jesu am Kreuz von Golgatha und am darauffolgenden Sonntag das Auferstehungsfest Ostern, die beiden wichtigsten Feste aller Christen. Zur Zeit als Jesus gelebt hatte beging man das Fest der ungesäuerten Brote, das Passa genannt wird, welches das Volk Israel in der ganzen Welt bis zur Stunde feiert.
Am Abend vor Karfreitag - für uns als Christen Gründonnerstag - feierte Jesus mit seinen Jüngern das Abendmahl, das jüdische Sedermahl, weil es nach einer bestimmten Ordnung ablief. In Lk.22, 14+15 lesen wir:
Und als die Stunde gekommen war, legte er sich zu Tisch und die Apostel mit ihm. Und er sprach zu ihnen:
“Mit Sehnsucht habe ich mich danach gesehnt, dieses Passahmahl mit euch zu essen, ehe ich leide.”
Jesus wusste, dass er das von Gott erwählte Passahlamm war, das in Kürze geschlachtet würde, was das Zentrum dieses Festes war, zur Vergebung der Sünden, als Erinnerung an die Befreiung aus der Sklaverei Ägyptens. Jeder einzelne Teil während des Abendmahls hat eine Bedeutung auf Jesus hin und wurde in ihm erfüllt. Wir wollen uns nun einige Bestandteile und deren Bedeutung auf Jesus hin anschauen:
Es wurden vier Becher Wein getrunken, jeder einzelne mit einer eigenen Bedeutung:
1. Kelch der Heiligung: Ich werde euch herausführen aus der Sklaverei Ägyptens. Jesus will uns herausführen aus der Sklaverei unserer Sünde und Schuld, herausführen aus den Abhängigkeiten und Lüsten dieser Welt.
2. Kelch der Plagen: Ich will euch befreien von euren Plagen, damals von den Plagen der schweren Arbeit, welches auch mit bestimmten Speisen zum Ausdruck gebracht wird. Jesus will uns befreien aus Gebundenheiten der Seele, Gebundenheiten an Menschen, Krankheit, Sorge, Bitterkeit, Ängste, Stolz, Unvergebenheit, usw. - von den Plagen, die uns quälen.
3. Kelch der Erlösung: Ich werde euch erlösen mit ausgestrecktem Arm. An dieser Stelle wurde an die Erinnerung an den Auszug Ägyptens das geschlachtete Passahlamm gegessen, dessen Blut an die Türpfosten gestrichen wurde, dass es die Form des Kreuzes ergab. Jesus hat es an diesen Abend mit seinen Jüngern nicht gegessen, weil Er selbst zum Opferlamm wird um die Sünde der ganzen Welt ans Kreuz zu tragen und dadurch Errettung und Erlösung für jeden Menschen zu erlangen, der an ihn glauben wird.
Heute essen die Juden anstelle des Lammes ein hartgekochtes Ei als Zeichen der Trauer über die Zerstörung des Tempels. Für uns als Christen und als messianische Juden ist das Ei ein Symbol für das neue Leben und ein Zeichen der Freude, denn Jesus hat gesagt: „Ich baue den Tempel in drei Tagen wieder auf“. Nach drei Tagen ist Jesus Christus auferstanden und somit zur Auferstehung und Leben geworden. Es ist kein Tempel mehr nötig um zu opfern, sondern Jesus Christus hat dieses Opfer vollzogen, wie in Hebr.9, 14: Denn mit einem Opfer hat er die, die geheiligt werden, für immer vollkommen gemacht. V18: Wo aber Vergebung dieser Sünden, da gibt es kein Opfer für Sünde mehr.
Der Apostel Paulus schreibt in 1.Kor. 6,19: Wißt ihr nicht, dass euer Leib ein Tempel des Heiligen Geistes in euch ist, den ihr von Gott habt, und dass ihr nicht euch selbst gehört?
4. Kelch des Hallel des Lobes: Ich werde euch annehmen. An dieser Stelle wurden und werden die Lobpsalmen 113 - 118 gesungen und enden mit den Worten: „Nächstes Jahr in Jerusalem.“
5. Der Kelch des Elia: Dieser Kelch bleibt leer. Er wird aufgestellt in der Erwartung des Elia, der zurückkommt bevor der Messias kommt. Dieser Kelch steht für die Messiaserwartung. Diesen Kelch nimmt Jesus bei der Feier mit seinen Jüngern und sagt:
Lk.22,20: Ebenso auch den Kelch nach dem Mahl und sagte: Dieser Kelch ist der neue Bund in meinem Blut, das für euch vergossen wird.
Damit sagt er, dass er der Messias ist und sein Leben gibt.
In Matthäus 26,28 sagt Jesus: Denn dies ist mein Blut zur Vergebung der Sünden. Als Brot haben sie ungesäuertes Matzen Brot gegessen, das wiederum an den schnellen Aufbruch aus Ägypten erinnern sollte. Gott ordnete an, ungesäuertes Brot zu essen. Jesus ist für uns das makellose, reine, ungesäuerte Brot. Er bezeichnet sich in Joh.6,33 als das Brot des Lebens, welches der Welt das Leben gibt.
Paulus schreibt in 1.Kor.5,7: Fegt den alten Sauerteig aus, damit ihr ein neuer Teig seid, wie ihr ja bereits ungesäuert seid! Denn auch unser Passalamm, Christus ist geschlachtet.
Jesus sagt weiter bei der Feier des Abendmahls mit seinen Jüngern: …dies tut sooft ihr davon esst und aus dem Kelch trinkt zu meinem Gedächtnis.
Lassen wir uns einladen in diese enge Gemeinschaft, die Jesus mit uns haben will und welche das Abendmahl ausdrückt, welches wir bis zur Stunde feiern.

Amen!

Ein gesegnetes Auferstehungsfest wünscht


Euer Alwin



Der Weg zur Freiheit
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