| DEZEMBER 2008/JANUAR 2009
Markus 3, Vers 5 |
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| Liebe Gemeinde, wieder geht ein Jahr zu Ende und man fragt sich, wie schnell die Zeit vergangen ist. Das Jahresende gibt Anlass zurückzublicken, ob gesteckte Ziele erreicht wurden, ob man noch auf dem Weg zum Ziel ist, oder ob das Ziel aus den Augen verloren wurde, weil Lebensumstände uns ganz anders geführt haben, als ursprünglich geplant war. Fragen wir uns, welche Ziele Gott mit uns hat, ob seine Ziele in diesem Jahr mit uns erfüllt wurden? Gott schreibt auf krummen Zeilen gerade. Vielleicht hat er Lebensumstände zugelassen um uns zu prüfen, um uns zu formen und uns näher an sein Herz zu bringen und in sein Wesen zu verändern. Das tut er gerade durch solche Umstände, die wir nicht planen, die uns nicht gefallen und in denen wir auf den ersten Blick nicht Gott dahinter sehen können. Als Gemeinde haben wir das Ziel von Gott aufs Herz bekommen, uns in einen Heilungs- und Befreiungsprozess hineinzubegeben, was dann auch eine Berufung für die Gemeinde als Ganzes sein wird. In diesen Prozess befinden wir uns, haben das Ziel noch nicht erreicht, doch wir sind auf dem Weg und bleiben darauf. Als erstes ist wichtig zu verstehen. Gott will uns heilen. Seine Heilung ist ganzheitlich. Das bedeutet für uns, dass er an unsere Wurzeln geht und das tut weh. Wenn du am Zahn eine Wurzelbehandlung bekommst, tut es weh. Gleichzeitig bedeutet es aber auch, dass ohne Behandlung der Zahn stirbt, was wiederum ganz gewaltige Auswirkungen auf den Gesamtorganismus haben kann. Das gleiche geschieht auf geistlicher Ebene. Der Schmerz in dir signalisiert, dass etwas in dir nicht in Ordnung ist und Heilung braucht, sonst stirbst du geistlich, und das hat Auswirkungen auf deinen ganzen Körper als Leib, auf deine Seele mit Verstand, Wille, Gefühl und auf deinen Geist. Vielleicht sind Bereiche in dir durch Lebensumstände und Sünde = Zielverfehlung tot oder am sterben, wie die verdorrte Hand des Mannes, in Mk 3,1 beschrieben: „Und Jesus ging wieder in die Synagoge, und es war dort ein Mensch, der eine verdorrte Hand hatte.“ Verdorrt heißt abgestorben, nicht mehr zu gebrauchen, keine Funktionsfähigkeit mehr darin. Wenn du in deinem Leben falsche Entscheidungen in Bereichen deines Lebens getroffen hast, die nicht dem Wort Gottes und dem Wesen Jesu Christi entsprechen, dann bist du handlungsunfähig und handelst nicht geistlich, sondern wie geistlich tot. z.B. Schuldzuweisung anstatt Vergebung, Richten anstatt Erbarmen und Gnade geben. Jedes Mal wenn du in eine Situation kommst wirst du nicht geistlich handeln, sondern gemäß dem Tod, und anschließend bist du betrübt über dein Verhalten oder ertränkst dich sogar noch im Selbstmitleid und Selbstgerechtigkeit. Jesus lässt dein Zustand nicht unberührt, er geht nicht darüber hinweg. Jesus sieht deinen Zustand, hat Erbarmen mit dir und spricht dich an, wie den Mann mit der verdorrten Hand in Mk 3,3: „Und er spricht zu dem Menschen, der die verdorrte Hand: Steh auf, trete in die Mitte!“ Jesus braucht deine Bereitschaft, er spricht dich an und fordert dich auf, etwas zu tun. Im biblischen Beispiel war es mit uns verglichen im öffentlichen Sonntagsgottesdienst, nicht versteckt, intim. Jesus will dich heilen und jeder soll deine Heilung sehen und dadurch veranlasst werden, auch sich aufzumachen und frei und geheilt zu werden. Es ist bemerkenswert was Jesus den kritischen Gottesdienstbesuchern sagt, allen voran den religiösen Leitern, die streng auf die Einhaltung von Ordnungen geachtet haben. V4: „Und er sprach zu ihnen: Ist es erlaubt, am Sabbat Gutes zu tun oder Böses zu tun, das Leben zu retten oder zu töten? Sie aber schwiegen.“ Jesus spricht hier von Leben und Tot. Sein Gottesdienst ist, uns herauszulösen von Normen und menschlichen Festlegungen, die töten können, er will uns retten hinein in sein Leben. Jesus hat Interesse an dir persönlich, nicht an religiöser Frömmigkeit. Ordnungen haben ihren Platz, aber die Befreiung des Einzelnen ist Jesus das wichtigste. V5: „Und er blickte auf sie umher mit Zorn, betrübt über die Verhärtung ihres Herzens, und spricht zu dem Menschen: „Strecke die Hand aus! Und er streckte sie aus, und seine Hand wurde wiederhergestellt.“ Jesus reagiert auf zwei Weisen: Er ist zornig, wenn wir unser Herz verhärten und mehr auf Normen achten als auf die Not zu sehen und mit Erbarmen zu reagieren, was Leben erzeugt. Er gibt Anweisung die Hand auszustrecken! Nur wenn du den Mut hast, deine inneren Begrenzungen zu überwinden und deine Hand ausstreckst, empfängst du Heilung, Befreiung und damit Leben. Liebe Gemeinde, auf diesem Weg hin zur Heilung und Befreiung gehen wir. Wir müssen zuerst bereit sein unsere Hände auszustrecken ohne Menschenfurcht, unsere Hartherzigkeit ablegen, Jesus nicht auf unser menschliches Niveau herunterzuholen, indem er die Dinge wirken muss, wie wir wollen, sondern bereit sein, unsere verdorrte Hand zu heben! Wie weit auf dem Weg der Heilung und Befreiung wird die Gemeinde im Dezember nächsten Jahres sein? Wie heil und frei wirst du im Dezember nächsten Jahres sein? Wie war noch mal die diesjährige Jahreslosung „Ich lebe und ihr sollt auch leben!!!“ Amen Eine gesegnete Advents- und Weihnachtszeit und Gottes Segen für das Jahr 2009!
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